Was war?
Einige Highlights unter den verschiedenen Veranstaltungen im Alten Konsum Barsikow
19. Juli 2025 Jazzkonzert "Prokopätz"
Nach dem großen Erfolg ihres Konzerts im Vorjahr waren sowohl die Band Prokopätz als auch die Zuschauer an einer neuen Ausgabe in diesem Jahr interessiert. Und wieder war das Wetter herrlich, die Band inspiriert, die Musik faszinierend und die Stimmung bei den rund 70 Zuschauern prächtig. In diesem Jahr traten zwei Solisten besonders hervor: Bandleiter Hannes Zerbe, der selbst auf seinem Keyboard virtuos spielte und der Trompeter Donat Kubrinski, der das Publikum mit seinen Soli und seiner besonderen Atemtechnik faszinierte. Die Band spielte Stücke von Willem Breuker, Eric Clapton, Horace Silver, Lalo Schifrin, David Bowie und Hannes Zerbe. Mit dem temporeichen Stück „Happy End“ von Kurt Weill als Zugabe wurde das Publikum in der Abendsonne nach Hause entlassen.
13. Juli 2024 Jazzkonzert "Prokopätz"
Durch Vermittlung vom Bass-Saxophonisten der Band, Sigi Drexler (Plänitz), konnten wir einen schönen Sommerabend mit der Berliner Jazz Band „Prokopätz“ im Wäldchen hinter dem Alten Konsum genießen. Hannes Zerbe war schon zu DDR Zeiten ein Jazz Pionier und ist auch darüber hinaus eine Ikone in der Jazz Welt. Er ist der Träger des Jazzpreises 2021 Berlin. Das Programm war abwechslungsreich mit sowohl für das Publikum neuen Stücken als auch Variationen von bekannten Stücken wie z.B. Space Oddity („Ground Control to Major Tom“) von David Bowie. Andere Lieder waren „Song von Mandaley“ von Kurt Weill, „La Fiesta“ von Chic Corea, „Sister Sadie“ von Horace Silver und „Leek“ von Willem Breuker. Daneben gab es mehrere Stücke des Bandleaders, Arrangeurs und Komponisten Hannes Zerbe.
Eine begeisterte Barsikowerin meinte: „Das ist ja mal etwas anderes“ und guckte dabei sehr vergnügt. Die Begeisterung vom Publikum schlug auch auf das Orchester über, das nach dem Konzert die Idee hatte, in Barsikow mal ein Probewochenende zu organisieren mit einem Konzert inklusive. Vielleicht wird das schon 2025 etwas, worauf wir uns freuen können.
8. Juli 2023 Auftritt der afrikanischen Jazz Band "Yes Papa" aus Benin
Auf ihrer Sommertournee durch Deutschland kam die deutsch-beninische Afro-Jazzfunk-Band Alino Yes Papa & le Yes Papa Groov’ zuerst nach Barsikow. Die Gruppe wird geleitet vom beninischen Singer-Songwriter Alino Yes Papa und seiner Frau Luise Yes Mama, eine in Benin lebende deutsche Jazz-Sängerin. Gemeinsam mit 5 beninischen Musikern mischt das Paar mitreißende westafrikanische Rhythmen und polyphone Gesänge mit Jazz, Blues, Funk und Rock und bringt auch schon einmal deutsche Volkslieder mit Afrobeat zusammen.
Im Wäldchen hinter dem Alten Konsum fanden sich (noch nie dagewesene) 120 Zuschauer zusammen, die den warmen Sommerabend mit den afrikanischen Klängen sehr genossen. Einige konnten bei dieser tollen Musik nicht stillhalten und mussten sich irgendwie bewegen. In der Pause verkaufte die Sängerin noch ihre Kleidung aus handgebatikten Stoffen, auch um die Tournee für die ganze Gruppe finanziell zu unterstützen. Der Eintritt war gratis aber der Spendentopf für die Musiker wurde sehr großzügig gefüllt.
Inzwischen fanden die letzten Konzerte der Tournee auf der Bühne Blechwerk in Stralsund (1.9.2023) und in der Kulturkirche Starkow (2.9.2023) statt.
Juni bis September 2021 - Auftritte "Natur & Landschaft" im Rahmen des Programms "und seitab liegt die Stadt"
Am 19. Juni, 10. Juli und am 4. September 2021 wurden im Garten des Alten Konsums in Barsikow drei Veranstaltungen organisiert in der Reihe „Kultur&Landschaft“. Sie wurden vom Dorfverein ausgerichtet und von einem Arbeitskreis organisiert, der sich „Kulturkomittee“ nannte: Anna Funke, Barbara Töpper-Fennel, Hilde Schiwek (Blankenberg) und Willem Schoeber.
Die Idee war, die Kultur so in die schöne Barsikower Landschaft zu bringen, dass man beides zugleich genießen konnte. Dazu wurden die Veranstaltungen zuerst auf der Wiese – mitten in der weiten Landschaft – hinter dem Konsum geplant. Bei den ersten Veranstaltungen war es allerdings so heiß und sonnig, dass umgeplant werden musste zum lauschigen Wäldchen direkt hinter dem Lagergebäude des Konsums. Das war dermaßen erfolgreich und auch besser für die Akustik, dass an diesem Ort bis zuletzt festgehalten wurde.
In allen Veranstaltungen wurden lyrische Texte in Kombination und in Abwechslung mit Jazzmusik von Saxophonisten kombiniert.
Am 19. Juni 2021 konnten die 45 ZuschauerInnen die Texte der Autorin Jana Franke und Saxophonmusik von Wenzel Benn genießen unter dem Titel: „Gute Luise und andere Birnbaumgedanken“. Bilderreiche Geschichten und Gedichte vermischten sich mit Klangfarben von Jazz und elektronischer Musik – ein anregender Dialog zwischen Tönen und Lyrik.
Am 10 Juli 2021 traten Almut Staeglich (Gesang und Rezitation), Klaus Roemer (Saxophon) und Heino Kraft (Saxophon) auf. Sie brachten mehr oder weniger bekannte Texte unter anderen von Christian Morgenstern, Joachim Ringelnatz Heinz Erhardt, Kurt Tucholsky, Eugen Roth und Hans Dieter Hüsch. Bekannte Jazz Melodien wie „The Pink Panther“ wurden als Saxophon-Duett gespielt. Zum Höhepunkt des Programms gehörten die skurrilen Texte von Robert Gernhardt – daher der Programmtitel „Die Besteigung des St. Gernhardt – Ausflüge in deutsche Humor-Landschaften“. Weitere Publikumserfolge verbuchten die Lieder über einen Neandertaler und „wegen Emil seine unanständige Lust“.
Am 4. September 2021 wurde die letzte Vorstellung das erhoffte Highlight nicht nur für die gesamte Ostprignitz, sondern ein Leuchtturm für die bundesdeutsche Literaturlandschaft: die Lesung des von hohen Literaturpreisen ausgezeichneten Lyrikers Jan Wagner aus seinen diversen Gedicht- und Essaybänden. Diese wunderbare Literatur wurde von den sensiblen Saxophonklängen der Musikerin und Komponistin Birgitta Flick ergänzt und eingerahmt.
Warum sollte man dem Giersch nicht nur ,Feindschaft‘, sondern auch Staunen und Hochachtung entgegen bringen? Was lässt sich alles auf einem vietnamesischen Motorroller transportieren? Was haben Quitten und Mascarpone mit Friedrich Hölderlin zu tun? Warum sind alternde Lateinlehrer verpflichtet, zu große Pullover zu tragen? Diese und viele andere Fragen konnte Jan Wagner gestern mit Hilfe der Saxophonklänge von Birgitta Flick abschließend klären. Das Duo Wagner/Flick, obwohl nie zuvor gemeinsam aufgetreten, ergänzte sich zu einem wahrhaft göttlichen Wort-Klang-Spiel, von dem der göttliche Funke wohl auf jeden, der Zeuge ihres Auftritts werden durfte, übersprang und in einem geradezu homerischen Gelächter (um bei den Dichtern zu bleiben) enden ließ.
Die Veranstaltungen wurden gefördert im Rahmen von „Und seitab liegt die Stadt“ – ein Projekt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (Förderprogramm „Kultur in Ländlichen Räumen“) und des Literarischen Colloquiums Berlin.
